• 2.4.2020

  • Ein Beitrag von PVS Südwest

Psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung während der Corona-Pandemie

Die kassenärztliche Bundesvereinigung hat die Psychotherapie-Vereinbarung in Bezug auf die Video-Sprechstunde für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2020 angepasst.

Demnach ist es erlaubt, um Infektionsrisiken zu vermeiden, im Einzelfall auch ohne persönlichen Kontakt zwischen Therapeut und Patient eine Psychotherapie einzuleiten und durchzuführen.

Diese Regelung kann unseres Erachtens auch auf die Privatabrechnung übertragen werden und sollte somit die Möglichkeit der Therapiesitzungen per Video erlauben.

Für die Abrechnung ist zu beachten, dass die jeweilige Leistung entsprechend §6 (2) GOÄ analog mit dem Zusatz "Leistung per Video" oder "Video-Sitzung" oder "Video-Sprechstunde" zu versehen ist. Eine Analogabrechnung ist deshalb vorzunehmen, da sämtliche Leistungen mit Ausnahme der Leistungen nach Nr. 1 und 3 GOÄ grundsätzlich den unmittelbaren Arzt-Patienten-Kontakt erfordern.

Zudem sollen bereits genehmigte Gruppentherapien in Einzelsitzungen umgewandelt werden können. Auch dies sollte auf die Behandlung von Privatpatienten übertragen werden können. Im Zweifel kann der Patient sich eine Kostenübernahme seiner Versicherung einholen.

Weiterhin muss es in der derzeitigen Situation auch möglich sein, psychiatrische Behandlungen / Gespräche und Untersuchungen per Video durchzuführen. Somit sollten sämtliche Leistungen, deren Durchführung per Telemedizin möglich sind, abgerechnet werden können. Die Entscheidung über die Art der Leistungserbringung sollte der Arzt in Abstimmung mit dem Patienten festlegen.

 

So funktioniert Gebührenverordnung für Ärzte (GOÄ)

Weitere Informationen zu den GOÄ-Services der PVS Südwest finden Sie auf unserer Website.

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