• 30.6.2020

  • Ein Beitrag von PVS Südwest

COVID-19 Pauschale bei BG-Abrechnungen (verlängert bis zum 30.09.2020)

Leider hat die BG sich nicht der Vereinbarung im vertragsärztlichen Bereich bzw. der Regelung zwischen Bundesärztekammer und Privaten Krankenversicherungen angeschlossen, sondern eine eigene Regelung – rückwirkend ab dem 16. März 2020 veröffentlicht. Die Regelung war befristet bis zum 30.06.2020 und wurde verlängert bis zum 30.09.2020.

Als pauschale Abgeltung von Preis- und Mengensteigerungen infolge des neuartigen Corona-Virus SARS-CoV-2, insbesondere bei persönlichen Schutzausrüstungen für Mitarbeiter und seitens der D-Ärzte den Patienten zur Verfügung gestelltem Mund-Nase-Schutz und für weiteren entstandenen Mehraufwand zur Minderung des Infektionsrisikos, wird jedem D-Arzt für jeden persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt zusätzlich zu den Behandlungskosten für jeden Behandlungstag eine Pauschale erstattet.

  • Aufgrund der im Moment nicht zu beziffernden tatsächlichen Kosten für den Infektionsschutz wird für diese Pauschale der Betrag von 4 Euro festgelegt. Die Pauschale gilt rückwirkend ab dem 16.03.2020.
  • Um den Verwaltungsaufwand für die D-Ärzte gering zu halten, wird auf den Nachweis der tatsächlichen Praxisausstattung verzichtet.
  • Die Pauschale kann als besondere Kosten mit der Bezeichnung "COVID-19 Pauschale" mit der regulären Behandlungsrechnung (§ 64 Abs. 1 Ärztevertrag) abgerechnet werden. Für zurückliegende bereits abgerechnete Behandlungen kann die Pauschale dem UV-Träger nachträglich in Rechnung gestellt werden.


Die ursprünglich bis zum 30.06. befristete Regelung ist inzwischen bis zum 30.09.2020 verlängert worden.

 

So funktioniert Gebührenverordnung für Ärzte (GOÄ)

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