• 29.9.2021

  • Ein Beitrag von PVS Südwest

COVID-19 Zuschlag GOÄ A245 bis 31.12.2021 verlängert

Die Abrechnungsempfehlung für die Erfüllung aufwändiger Hygienemaßnahmen im Rahmen der COVID-19-Pandemie analog Nr. 245 GOÄ wurde bis zum 31.12.2021 verlängert.

Die an der gemeinsamen Empfehlung Beteiligten – die Bundesärztekammer (BÄK), der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und die Beihilfekostenträger – vertreten die Sichtweise, dass diese Empfehlung letztmalig verlängert wurde.

Die Abrechnungsempfehlung gilt ab dem 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und ist nur bei unmittelbarem, persönlichen Arzt-Patienten-Kontakt im Rahmen einer ambulanten Behandlung anwendbar. Die Regelung nach

  • Nummer 245 GOÄ analog zum 1fachen Satz in Höhe von 6,41 EUR je Sitzung wird fortgeführt.

 

Der Beschluss beinhaltet aktuell folgende Abrechnungsmöglichkeiten:

Hygienezuschlag / COVID-Zuschlag GOÄ-Ziffer A245

  • Berechnung der GOÄ Ziffer Nr. 245 analog zum Faktor 1,0 (EUR 6,41)

  • zusätzliche Faktorsteigerung anderer Leistungen derselben Sitzung sind möglich, mit allen Begründungen, die die Leistung erschweren. Hier ein Auszug:

    • schwierige Umstände bei der Erbringung technischer Leistungen

    • erhöhter Zeitaufwand bei längerem Gesprächsbedarf

    • schwierige Differentialdiagnostik bei Mehrfachbefunden

    • Multiorganerkrankungen

    • u.a.m.

    • ACHTUNG: die Begründung "erhöhter Hygieneaufwand" ist nicht möglich

  • für Behandlungsdatum ab 09.04.2020

  • nur bei unmittelbarem Arzt-Patientenkontakt

  • im Rahmen einer ambulanten Behandlung berechenbar

    • Nicht berechnungsfähig bei einer Leichenschau (Leiche ist kein Patient)

    • Erhöhter (Zeit-)Aufwand bei besonderen Todesumständen event. nach Nr. 102 GOÄ berechnungsfähig

  • Auslagen sind in der Pauschale enthalten

  • Einmal je Sitzung ansetzbar

 

  • Berechnung bei Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK):

    a) Versicherte der Mitgliedergruppe A (Abrechnung gemäß Vertrag KBV-PBeaKK) -> Die Analogabrechnungsempfehlung ist nicht anwendbar.

    b) Versicherte der Mitgliedergruppe B (Abrechnung gemäß GOÄ) -> Die Analogabrechnungsempfehlung ist anwendbar.


  • Berechnung bei Versicherten der Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB)

    Die Analogabrechnungsempfehlung wird für alle Mitglieder (alle Beitragsklassen) anerkannt.


alternativ

  • Faktorsteigerung unter Berücksichtigung der Vorgaben von § 5 GOÄ

  • Faktorsteigerung muss in der Rechnung individuell und patientenbezogen begründet werden (§ 12 Abs. 3 GOÄ)

  • Auslagen gemäß §10 GOÄ berechnungsfähig

  • Schutzkittel und Mundschutz können in Höhe der tatsächlichen Kosten als Auslage berechent werden, sofern diese mit der einmaligen Anwendung verbraucht sind.


Im stationären Bereich kann der Hygieneaufwand nicht gesondert berechnet werden, wenn die Behandlung in einem zugelassenen Krankenhaus nach § 108 SGB V erfolgt.

 

Erläuterungen der Bundesärztekammer zu den Abrechnungsempfehlungen zur Berechnung von ärztlichen Leistungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie:

https://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/honorar/erlaeuterungen-zu-den-abrechnungsempfehlungen-zur-berechnung-von-aerztlichen-leistungen-im-rahmen-der-covid-19-pandemie/

 

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Weitere Informationen zur Anwendung der GOÄ in der Privatabrechnung finden Sie auf unserer Website.

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